Zum Inhalt springen

3 Wochen Vollgas – Der Unternehmerkurs in Frauenfeld

Nach dem Business Check Tag ging die Reise für mich erst richtig los. Der nächste Meilenstein: Ein dreiwöchiger Intensiv-Unternehmerkurs in Frauenfeld. Für mich als Appenzeller bedeutete das: Wecker stellen, pendeln und jeden Morgen pünktlich um 8:00 Uhr bereit sein.
27. Dezember 2025 durch
3 Wochen Vollgas – Der Unternehmerkurs in Frauenfeld
MEER 3D Technologies

Nach dem Business Check Tag ging die Reise für mich erst richtig los. Der nächste Meilenstein: Ein dreiwöchiger Intensiv-Unternehmerkurs in Frauenfeld. Für mich als Appenzeller bedeutete das: Wecker stellen, pendeln und jeden Morgen pünktlich um 8:00 Uhr bereit sein.

Erwartungen vs. Realität

Ehrlich gesagt wusste ich nicht genau, was mich erwartet. Informationen im Netz waren rar gesät. Im Kursraum angekommen, gab es ein Wiedersehen mit ein paar bekannten Gesichtern vom Check-Tag, aber auch viele neue Visionäre waren dabei. Es war spannend zu sehen, wer den Sprung in die nächste Runde geschafft hatte.

Was lernt man eigentlich in 15 Tagen?

Das Ziel des Kurses ist es, das Fundament für die eigene Firma zu legen: Rechtliches, Marketing, Finanzen und allgemeine Informationen zur Selbstständigkeit.

Das Konzept ist intensiv: Vormittags Theorie, nachmittags Praxis am eigenen Businessplan. Wer über das RAV eine 100%ige Selbstständigkeit anstrebt, für den ist dieser Plan verpflichtend. Innerhalb von zwei Wochen muss die Basis stehen, damit sie geprüft werden kann.

Ein entscheidender Aspekt war für mich jedoch der mentale Wechsel: Vom Angestellten zum Chef. Das eigene Denken komplett umzustellen, Verantwortung für jede Entscheidung zu tragen und die wahre Tragweite der Selbstständigkeit zu begreifen – das ist eine Hürde, an der sicher einige scheitern werden, wenn ihnen das Ausmass bewusst wird.

Highlights und Gruppendynamik

Trotz der harten Arbeit hatten wir eine fantastische Klassengemeinschaft. Die Gruppe war kreativ, konstruktiv und voller Energie. Besonders die beiden Kursleiter haben mich beeindruckt: Zwei völlig verschiedene Ansätze, die sich perfekt ergänzten. Die Gruppenübungen haben meinen Blickwinkel oft noch einmal entscheidend verändert.

Mein Fazit: Warum Vorbereitung alles ist

Da ich meinen Businessplan bereits im Vorfeld geschrieben hatte (danke an meinen RAV-Berater für den sanften Druck!), war ich in einer privilegierten Lage. Während andere nachmittags stundenlang kämpften und teilweise an ihre Grenzen stiessen, konnte ich meinen Plan gezielt verfeinern und anpassen. So blieb mir sogar noch Zeit für meine Pflichten als Vater.

Aber ich möchte auch kritisch sein: Im Kurs wurde mir bewusst, wie viele Teilnehmer sich vorher kaum Gedanken über Marktpotenzial, Konkurrenz oder Marktanteile gemacht hatten. Viele starteten mit einer vagen Idee auf einem A4-Blatt. Ohne eine fundierte Analyse ist das Risiko gross, dass eine Idee schnell im Sand verläuft.

Besonders bei den Stundenpreisen gab es Augenöffner: Viele Aspekte wurden ignoriert oder schlichtweg falsch kalkuliert. Ich bin überzeugt, dass mein Weg – erst der Businessplan, dann der Kurs – der einzig richtige war. Es trennt die Ernsthaften von denen, die es nur "mal probieren".

Ein grosses Dankeschön

An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an alle, die an unsere Idee geglaubt und mir den Weg bis hierhin geebnet haben. Euer Support ist das Fundament unseres Erfolgs.

Ausblick: 2026 wird unser Jahr!

Am 1. Januar 2026 steigen wir offiziell in die Planungsphase ein und beginnen mit dem Aufbau unserer Firma. Ich werde euch hier regelmässig über die Fortschritte, Hürden und Erfolge berichten.

Diesen Beitrag teilen
Stichwörter
Archiv
Das Business Model Canvas
Wir kennen das alle: Du stehst unter der Dusche oder sitzt mit Freunden beim Kaffee, und plötzlich ist sie da – die „Millionen-Dollar-Idee“. Die Euphorie ist groß, das Kopfkino läuft. Doch sobald sich die erste Aufregung legt, kommt die leise, nagende Frage: Funktioniert das wirklich?