In der Schweiz gibt es beim RAV die Möglichkeit, innerhalb eines bestimmten Zeitfensters eine eigene Geschäftsidee vorzubringen und den Weg in die Selbstständigkeit zu wagen. Mein Berater war offen, verlangte aber erst einmal Butter bei die Fische: Einen vollständigen Businessplan.
Das Zeitfenster? Knackige zwei Wochen. Zum Glück hatte ich im Vorfeld schon viel Vorarbeit geleistet, um sicherzugehen, dass unsere Idee wirklich Hand und Fuß hat. Die Abgabe war mein Ticket zum sogenannten Business Check Tag.
Was genau passiert an so einem Tag?
Kurz gesagt: Es geht ans Eingemachte. In der Gruppe wird die eigene Geschäftsidee auf Herz und Nieren geprüft.
Ein zentraler Bestandteil war das Erstellen eines Business Model Canvas. Da ich zu Hause bereits mehrere Varianten durchgespielt hatte, war das für mich ein bekanntes Terrain. Was mich allerdings total überraschte: Ich war der Einzige in der Runde, der bereits einen fertigen Businessplan in der Tasche hatte! Wie sich später herausstellte, wird dieser normalerweise erst im kommenden Unternehmerkurs erarbeitet. Aber hey, besser man hat als man hätte, oder?
Der Wert des Austauschs
Eines der absoluten Highlights war für mich der Austausch mit den anderen Teilnehmern. Die Ideen waren so vielfältig wie wir selbst. Wir haben gegenseitig Fragen gestellt, Feedback gegeben und Impulse weitergegeben. Zu sehen, wie Aussenstehende auf unsere Vision reagieren, war unglaublich wertvoll und hat mir noch einmal eine ganz neue Perspektive eröffnet.
Die Kunst des Pitchens
Dann wurde es ernst: Der Pitch. Die meisten kennen das Konzept aus Sendungen wie „Die Höhle der Löwen“. Es geht darum, seine Idee kurz, knackig und so präzise vorzustellen, dass das Gegenüber sofort versteht, worum es geht.
Ich habe eigentlich kein Problem damit, vor Menschen zu stehen, Vorträge zu halten oder Schulungen zu leiten. Aber ein Pitch? Das war eine völlig neue Disziplin für mich. Es ist eine Kunst für sich, die Essenz des eigenen Business in so kurzer Zeit auf den Punkt zu bringen.
Wie geht es weiter?
Nach vielen Infos zum weiteren Ablauf folgte das Abschlussgespräch mit dem Coach. Neben wertvollen Tipps gab er mir das Signal, das ich mir erhofft hatte: Daumen hoch! Damit war klar, dass die Empfehlung an das RAV geht und ich eine Runde weiter bin.
Das Fazit des Tages: Dieser Schritt war essenziell. Er hat mir nicht nur gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, sondern hat auch mein Selbstvertrauen in das Projekt gestärkt.
Ausblick: Im nächsten Beitrag erzähle ich euch von der nächsten großen Etappe: Drei Wochen Intensiv-Unternehmerkurs. Seid gespannt!