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Der Businessplan

Man hört es oft in der Gründerszene: "Fang einfach an!", "Just do it!". Viele denken, ein formeller Businessplan sei veraltet oder unnötige Bürokratie. Doch wir sehen das anders – vor allem, wenn man das Ganze ernst nimmt.
12. Dezember 2025 durch
Der Businessplan
MEER 3D Technologies

Man hört es oft in der Gründerszene: "Fang einfach an!", "Just do it!". Viele denken, ein formeller Businessplan sei veraltet oder unnötige Bürokratie. Doch wir sehen das anders – vor allem, wenn man das Ganze ernst nimmt.

Mit dem Businessplan steht oder fällt das Unternehmen. Für uns war von Anfang an klar: Wir wollen kein reines Hobby betreiben, sondern etwas Aufbauen, das Hand und Fuß hat.

Die Gretchenfrage: Lohnt sich das Risiko?

Als die Idee zu unserem Projekt kam, war die Euphorie gross. Aber direkt dahinter lauerte die Realität: Lohnt sich das für uns? Ist es möglich, damit eine Familie zu ernähren?

Um diese Fragen nicht mit "Bauchgefühl", sondern mit Fakten zu beantworten, habe ich mich hingesetzt und bin tief in die Recherche eingetaucht. Der erste Schritt war die harte Markt-Analyse:

  • Wie steht der aktuelle Markt da?

  • Welche Steigerung wird in den nächsten 5 Jahren prognostiziert?

Informationen dazu finden sich oft in Wirtschaftszeitschriften oder durch gezielte Internet-Recherche. Doch Zahlen allein reichen nicht.

Konkurrenz und SWOT-Analyse

Der nächste logische Schritt war der Blick nach links und rechts: Die Konkurrenzanalyse. Welche Firmen gibt es bereits, die ähnliche oder sogar die gleichen Produkte und Dienstleistungen anbieten?

Da wir bereits eine konkrete Vorstellung hatten, was wir anbieten wollen, konnte ich darauf aufbauend eine SWOT-Analyse erstellen (Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats). Das half enorm, unsere eigenen Stärken und Schwächen im Vergleich zu den Risiken und Chancen des Marktes zu sehen.

Die Zahlen müssen stimmen

Dann kam der Teil, der oft wehtut, aber essenziell ist: Die Finanzen.

  • Wie viel Geld müssen wir investieren?

  • Welches Equipment benötigen wir zwingend?

  • Mit was können wir wie viel verdienen?

Da wir uns in einem ziemlichen Nischenmarkt bewegen (hier könnten wir "Bereich 3D-Druck" einfügen, wenn du die Branche verraten willst, sonst lassen wir es bei "Nischenmarkt"), war das, vor allem für die Schweiz, keine einfache Aufgabe. Daten waren schwer zu finden. Aber: Die ersten Zahlen, die dabei herauskamen, waren positiv. Das war der Startschuss für uns, weiterzumachen und einen kompletten Plan zu erstellen.

Unsere Geheimwaffe: Das Business Model Canvas

Bevor wir jedoch hunderte Seiten Text schrieben, mussten wir die Eckpfeiler definieren: Was genau bieten wir an? Welche Partner brauchen wir? Wen wollen wir ansprechen?

Hierfür gibt es ein geniales Tool, das ich jedem empfehlen kann: Das Business Model Canvas (BMC).

Dabei werden verschiedene Blöcke verwendet, um einen schnellen, aber umfassenden Überblick über das Geschäftsmodell zu erstellen. Man sieht extrem schnell: Lohnt es sich, den Gedanken weiterzuverfolgen, oder lässt man es lieber sein? Wir haben das BMC genutzt, um unsere Gedanken zu sortieren.

Vom Canvas zum Masterplan

Aus diesem Canvas heraus ist dann über mehrere Wochen hinweg unser detaillierter Businessplan gewachsen. Es kamen immer mehr Abschnitte hinzu:

  • Detaillierte Produkt-/Dienstleistungsbeschreibung

  • Zielgruppen-Definition

  • Marketingstrategie (Wie kommen wir an Kunden? Welche Plattformen nutzen wir?)

  • Unsere Vision

  • Organisatorisches

Ich habe mehrere Wochen daran geschrieben, bis alles für uns funktionierte. Um ganz ehrlich zu sein: Dieser Teil ist bisher der schwierigste des gesamten Projekts gewesen. Aber wie eingangs erwähnt: Mit diesem Plan steht oder fällt unser Vorhaben. Jetzt wissen wir nicht nur, dass wir es machen wollen, sondern auch wie.

Ausblick

Im nächsten "Hinter den Kulissen"-Beitrag zoomen wir etwas näher rein: Ich gebe euch eine kurze Einführung in das Business Model Canvas. Was ist das genau und wie kann es auch dir helfen, eine Idee schnell zu validieren? Bleibt dran!

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Die Vision und das Warum
Es begann mit einer Frage, wie so viele große Projekte: „Warum willst du dich mit deinem Wissen und deinen Kontakten nicht endlich selbstständig machen?“