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Die Suche nach dem richtigen System

Bevor die eigentliche Arbeit losgehen kann, braucht es Struktur. Warum ich nicht einfach drauf losarbeite und warum die Wahl meines "digitalen Gehirns" so entscheidend war.
3. Januar 2026 durch
Die Suche nach dem richtigen System
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Ich sitze hier, voller Tatendrang. Die Ideen sprudeln, die To-Do-Liste in meinem Kopf wird länger und am liebsten würde ich sofort "wirklich" anfangen – Produkte entwickeln, Inhalte erstellen, Kunden kontaktieren.

Aber halt.

Ich weiß aus Erfahrung: Wer ohne solides Fundament baut, dem kracht das Haus früher oder später über dem Kopf zusammen. Bevor ich also richtig Vollgas geben kann, brauche ich das richtige System. Das "digitale Rückgrat" meines Unternehmens.

Die Wunschliste: Mehr als nur Notizzettel

Die Entscheidung, welches System es werden soll und warum, war der erste wirklich kritische Schritt. Meine Anforderungen waren von Anfang an ziemlich konkret:

  1. Das Pflichtprogramm (Zeit & Projekte): Ich brauchte ab Tag 1 eine saubere Zeiterfassung und ein funktionierendes Projektmanagement. Alles muss notiert werden können, Aufgaben müssen strukturiert sein und – ganz wichtig – ich muss die Zeit direkt auf die einzelnen Tasks buchen können. Das ist nicht nur eine bürokratische Notwendigkeit für das RAV (die ja sehen wollen, was ich den ganzen Tag treibe), sondern essenziell für mich selbst. Wenn ich nicht weiß, wo meine Zeit hingeht, kann ich nicht effizient arbeiten.

  2. Die Kür (Alles aus einer Hand): Ich wollte keine "Tool-Flickenteppich". Ein Tool für die Zeit, eines für Notizen, eines für die Webseite... das nervt und kostet Zeit bei Schnittstellen. Das System sollte mehr können. Ich wollte meine Webseite direkt darin hosten und verwalten, und alle zukünftigen Tools, die ich brauche, sollten dort integriert sein.

  3. Der "Nerd-Faktor" (Freiheit): Mir war extrem wichtig, dass ich nicht durch die Software limitiert werde. Wenn mir eine Funktion fehlt oder ein Prozess nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle, will ich in der Lage sein, selbst etwas dazu zu programmieren.

Die Entscheidung: Ein alter Bekannter

Die Wahl ist am Ende schneller gefallen als gedacht. Ich habe mich für Odoo entschieden.

Odoo ist ein ERP-System (Enterprise Resource Planning), das in den letzten Jahren immer bekannter geworden ist – und das völlig zu Recht. Es ist modular, modern und deckt unfassbar viele Unternehmensbereiche ab.

Aber der wahre Grund für meine Entscheidung war pragmatischer: Ich kenne es schon.

In meinem vorherigen Job hatte ich bereits intensiv mit Odoo zu tun. Ich habe dort nicht nur als Anwender gearbeitet, sondern tief unter die Haube geschaut: Ich habe Schnittstellen gebaut und eigene Module entwickelt.

Dieser Wissensvorsprung ist für mich jetzt ein riesiger Vorteil. Ich fange nicht bei Null an. Ich weiß, was das System kann, wo seine Tücken liegen und wie ich es bändigen kann.

Realitätscheck: Es ist ein Prozess

Odoo bietet prinzipiell alles, was man als Firma braucht. Und der größte Pluspunkt für mich als Entwickler: Wenn es etwas nicht gibt, dann baue ich es mir eben genau so, wie ich es mir vorstelle.

Aber – und das gehört zu einem ehrlichen Blick hinter die Kulissen dazu – das ist Arbeit. Viel Arbeit. Das System zu installieren ist eine Sache. Aber die Konfiguration, bis alles wirklich rund läuft, die Workflows sitzen und die Webseite steht, das wird noch eine Weile dauern. Es wird immer wieder Anpassungen geben, bis es perfekt zu mir passt.

Aber das Fundament steht jetzt. Die Zeiterfassung läuft. Das erste Projekt ist angelegt. Jetzt kann die eigentliche Arbeit beginnen.

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